... to be continued ...

Mit Afrika als Jahresthema des AWG konnten wir im Englischunterricht, vor allem in dem der Oberstufe, viel anfangen. Die Schülerinnen und Schüler lasen Kurzgeschichten afrikanischer Autoren, sahen Filme über die Schreckensherrschaft der Apartheid und deren Folgen und diskutierten darüber, sie erstellten Präsentationen über Buschmänner sowie den 2010 FIFA World Cup und verfassten Facharbeiten zu den Präsidentschaftswahlen in Kenia 2007/08 und Südafrika 2009. Viele Facetten des postkolonialen Erbes Großbritanniens lernten die Schülerinnen und Schüler zudem bei Theateraufführungen im Amerikahaus kennen: ,,one language ­ many voices". Auch die Lektüre multikultureller Short Stories wie ,,two kinda truth" sensibilisierte für andere kulturelle Zusammenhänge. Im Obama-Jahr konnte man übrigens wieder ,,normal"über die USA unterrichten, was in den Zeiten der vorigen US-Administration mühsam gewesen war. Etwas fällt allerdings auf: In einem dicht gedrängtenSchuljahr, das mit der ersten Hälfte des Jahrgangsstufentests beginnt, in der Mitte kurz die Hürden eines VERA-Tests und einer mündlichen Prüfung nimmt, um sich am  Jahresende elegant der zweiten Hälfte des Jahrgangstufentests zu bemächtigen, das alles begleitet von den normalen Prüfungen, vom Problem übergroßer Klassen (32 Schülerinnen und Schüler in der 5. Jahrgangsstufe!),von immer mehr pädagogischen Spezialfällen ­ in einem solchen Schuljahr also ist nicht mehr viel Zeit für Extras. Man ist froh, wenn man den Jahresstoff bewältigt hat. Die oben angesprochene mündliche Schulaufgabe fand im März 2009 in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 statt. Sie bewirkte ­ das kann man wohl uneingeschränkt sagen ­ bei den Schülerinnen und Schülern einen deutlichenMotivationsschub. Vor allem unsere Jüngsten haben sich wunderbar präsentiert.

Unser Fachraum wird nach wie vor von sehr vielen Klassen bzw. Kursen genutzt und ist dementsprechend weiterhin voll ausgelastet. Er ist eine Oase für alle Kolleginnen und Kollegen, die viel mit Internet und Beamer arbeiten möchten. BBC-World-Nachrichten sind ideal für das Hörverstehen und YouTube ist immer wieder für brandaktuelle Überraschungen gut (z.B. Condoleezza Rice im Streitgespräch mit einem Studenten der Stanford University­ ein Lehrstück in Demokratie). Neu im Fachraum sind 16 zweisprachige Dictionaries (Englisch-Deutsch und Deutsch-Englisch), mit denen wir die Schüler und Schülerinnen des G8 für die Schulaufgaben und das Abitur der Neuen Oberstufe trainieren wollen. Auf Anregung Herrn Aulingers fand am AWG die Gründung einer Model-United-Nations-Gruppe statt (siehe auch den Artikel ,,Das AWG erobert die Vereinten Nationen"). Sieben Schülerinnen und Schüler aus der 11. und 12. Jahrgangsstufe näherten sich im Wahlunterricht bei Frau von Hartmann der Weltpolitik und den Debattierkünsten auf Englisch und konnten als Krönung des Ganzen eine Woche lang nach Lübeck auf eine internationale Schülerkonferenz, zu MUNOL 2009, fahren, wo sie ­ wiederum im Zusammenhang mit unserem Jahresthema ­ als Delegierte die Interessen der Länder Uganda und Sierra Leone vertraten. Diese Gruppe, die im nächsten Schuljahr fortgesetzt wird, ist für alle geeignet, die sich ­ vielleicht vorbereitet durch unseren bilingualen Geographieunterricht für die Probleme der Welt interessieren und sich trauen, vor anderen Englisch zu reden.

Ein besonderer Dank geht wieder an die Kolleginnen und Kollegen, die sich mit viel Verantwortungsgefühl unserer Austauschprogramme mit England und den USA angenommen und damit unseren Schülerinnen und Schülern unvergessliche Tage beschert haben.Allen meinen Fachkolleginnen und -kollegen danke ich für ein weiteres schönes Jahr!

Maria von Hartmann