Bilingualer Unterricht am AWG

Der Bilinguale Unterricht am AWG wird 20! Kaum vorstellbar, aber wahr: Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (!) begannen die Pioniere um Christl Voit am Adolf-Weber-Gymnasium schon engagiert mit dem bilingualen Vorbereitungsunterricht. Im neunjährigen Gymnasium war dafür noch Platz, zusätzlich, am Nachmittag, in den unteren Klassenstufen. Knapp zehn Jahre später wurde erstmals „richtiger“ bilingualer Sachfachunterricht erteilt, natürlich im Pionierfach Geographie, in der siebten Jahrgangsstufe. „BLU“, wie der Bilinguale Unterricht am AWG liebevoll genannt wird, wurde rasch zum festen Bestandteil des Unterrichtsangebots. Als nach dem Abschied von Christl Voit die Fachschaft auf eine einzige Person geschrumpft war, wurde BLU um ein weiteres Sachfach erweitert. Seither gibt es bilinguale Geographie in den Jahrgangsstufen 7 und 8 und bilinguale Geschichte in Jahrgangsstufe 9. Die Einrichtung eines bilingualen Wirtschaft- und Recht-Unterrichts in Jahrgangsstufe 10 wurde vor drei Jahren begeistert angenommen und auch die bislang angebotenen bilingualen W-Seminare in den letzten Jahren sind auf Anhieb zustande gekommen. Alles Gründe, BLU am AWG einmal angemessen zu feiern!

Bilingualer Unterricht am Adolf-Weber-Gymnasium: Geography, History and Economics statt Geographie, Geschichte und Wirtschaft/Recht

Bereits seit dem Jahr 1995 haben wir am AWG mit Bilingualem Unterricht (BLU) Erfahrung! Während im G9 BLU in den Jahrgangsstufen 5 und 6 noch mit einem erweiterten Englischunterricht als Vorbereitungsphase begann, ist dies im G8 mit seinen vollen Stundenplänen leider nicht mehr möglich. Daher bieten wir engagierten und interessierten Schülerinnen und Schülern ab der 7. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, an BLU teilzunehmen. Interessenten können sich in der 6. Jahrgangsstufe melden und werden bei Eignung in der 7. Klasse in eine bilinguale Gruppe eingeteilt. BLU findet parallel zum deutschsprachigen Unterricht im jeweiligen Fach statt, sodass die Klassengemeinschaft bestehen bleibt. (Bitte beachten Sie hierzu die Informationen in unserem Anmeldungsschreiben.)

 

BLU ist sinnvoll und macht Spaß! Dafür gibt es viele Gründe: BLU kommt den Schülern und Lehrern im täglichen Unterricht sehr entgegen, da man ohne Berührungs- oder Benotungsängste besonders viele verschiedene Unterrichtsformen ausprobieren kann. Egal ob Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit, ob Wochenplan oder Freiarbeit, ob Projekte, Referate oder Exkursionen, die Vielfalt von BLU entspricht dem Wunsch nach Abwechslung im Klassenzimmer! Die Tatsache, dass der Lehrplan in zwei Sprachen erfüllt werden darf, führt dazu, dass unsere Schülerinnen und Schüler durch zahlreiche motivierende Aufgabenstellungen an ihre Unterrichtsziele herangeführt werden können. Die Bilingualität trägt wesentlich zu mehr Farbigkeit im "Alltagsgeschäft" bei, moderner und internationaler kann Unterricht kaum sein!

 

Zudem bewerten die Lehrkräfte tatsächlich lediglich die fachliche Leistung und nicht die Sprachfertigkeit. Die Grenzen sind allerdings fließend, denn wer sich auch in der Fremdsprache differenziert ausdrücken kann, der kann auch mehr Inhalt vermitteln. Deshalb ist BLU besonders für Schülerinnen und Schüler geeignet, die durchwegs gute Englischleistungen erbringen. Kurzarbeiten, Stegreifaufgaben und Rechenschaftsablagen allerdings dürfen wahlweise auf Englisch oder Deutsch abgelegt werden, wobei nach einer kurzen Eingewöhnungszeit die meisten Schülerinnen und Schüler in der Tat Englisch wählen.

 

Eine vielfach geäußerte Sorge ist, dass die Sprache zulasten des Fachs ginge. Die Erfahrung zeigt hingegen, dass die fremdsprachliche Barriere für mehr Konzentration und Präzision sorgt. Mit einer fremdsprachlichen Quelle müssen sich die Schüler intensiver auseinandersetzen als mit einer deutschen. Somit findet kein oberflächliches Lernen statt. Außerdem lernen sich die Schüler zu trauen in der Fremdsprache zu sprechen, was der herkömmliche Englischunterricht oft nicht so leicht schafft, da ja jeder Fehler eine schlechtere Note nach sich ziehen könnte.

 

Bilingualer Sachfachunterricht stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, Schüler nicht nur für das Fach über den Rahmen des regulären Unterrichts zu begeistern. Er kann auch maßgeblich dazu beitragen, die allgemeinen und fachbezogenen fremdsprachlichen Kompetenzen zu fördern und Schüler damit in besonderem Maße für den internationalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Denn allen Schülerinnen und Schülern ist leicht bewusst gemacht, dass in BLU Fertigkeiten erlangt werden, die nicht nur im späteren Beruf sehr nützlich sein können oder für die Berufsausbildung Startvorsprung bieten. Darüber hinaus gibt es viele auch außerschulische Aktivitäten (z.B. Reisen, wo man die Sprache einsetzen kann), in denen das Erlernte von Nutzen sein wird. Die Teilnahme am bilingualen Unterricht wird schließlich im Halbjahres- und Jahreszeugnis vermerkt und kann nach Ablegen der Abiturprüfung durch eine Bescheinigung bestätigt werden.

 

Seit dem Schuljahr 2011/2012 haben wir am AWG den Bilingualen Unterricht auf zwei weitere Jahrgangsstufen und Fächer ausgedehnt. Während in den Klassen 7 und 8 weiterhin Geographie bilingual unterrichtet wird, kamen in Klasse 9 Geschichte und in Klasse 10 Wirtschaft/Recht hinzu. Für Wirtschaft/Recht steht Frau Gräfenstein zur Verfügung, die mit großem Einsatz die Schülerinnen und Schüler in der 10. Jahrgangsstufe unterrichtet. Noch mehr Freude herrscht bei den Bilingualen aber darüber, dass mit Raum 221 auch ein echter Fachsaal für den Bilingualen Unterricht eingerichtet wurde, mit Schrank, Regalen, Computer und Beamer.

 

F. Barnikel

 

 

Weitere Informationen zum Bilingualen Unterricht auf der Homepage des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung

 

Mit einer neuen Homepage des ISB zum bilingualen Unterricht (www.bayern-bilingual.de) wurde inzwischen bayernweit eine Plattform eingerichtet, die mit einem umfangreichen Angebot an Unterrichtsmaterial und speziell aufbereiteten wissenschaftlichen und didaktischen Grundlagentexten den Einstieg in den bilingualen Unterricht erleichtern soll. Damit sollen die vielfältigen und bereichernden Möglichkeiten eröffnet werden, welche sich durch die Verbindung von fremdsprachlichem Unterricht und Sachfachunterricht ergeben und der bilinguale Unterricht an den Schulen weiter ausgeweitet werden. Die Seite bietet zum Beispiel unter "Englisch als Arbeitssprache" neben den Fächern Geschichte und Wirtschaft/Recht auch Unterrichtsmaterialien zum Fach Geographie. Neben einer kurzen Einführung in den bilingualen Geographieunterricht allgemein werden hier zu allen bislang freigegebenen Lehrplänen der Jahrgangsstufen 7, 8 und 10 Unterrichtsmodule zum Download angeboten. Wie auch in den anderen Fächern mit Arbeitssprache Englisch (und den Fächern mit Arbeitssprache Französisch) sollen kontinuierlich weitere Module zur Unterstützung bilingual unterrichtender Lehrer auf der Homepage eingestellt werden.

Zusätzlich bietet dieser Internetauftritt einen informativen Kurzüberblick zu Fragen der Didaktik und Methodik des bilingualen Sachfachunterrichts für Studierende und Lehrkräfte, zahlreiche Literaturhinweise, sowie nützliche weitere Tipps und Informationen für Eltern.

Wirtschaft/Recht bilingual!

17 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 erarbeiteten die Lehrplaninhalte in der Fremdsprache Englisch. Im Rahmen des Projekts „cradle of big business“ entdeckten sie dass die Wurzeln der Globalisierung bis zu den Phöniziern zurückreichen und die heiß geliebten Spaghetti tatsächlich aus China stammen.

Es folgt ein Beispiel für die englischsprachige Bearbeitung des folgenden Themas:

“Imagine a global government would introduce a 21hours working week. Comment on various economic consequences.”

Rumour has it that economists recommend moving to a 21 hour standard working week. That means there are only three days of work a week or five days with four hours a day.

With a 21-hours-working-week we’d need to increase employment and consequently the unemployment rate could sink.

A negative aspect is that the carbon emissions could rise because of higher productivity in industries.

If working time is as short as four hours a day the well-being in medical and family aspects will rise but in financial terms would lead to lower income of households. The reason is that even though you have more free time households don’t earn as much money as before. And with a standard 21hours working week the entrenched inequalities will be nullified because everyone works the same time and we’ve got less unemployed people. The problems of over-working wouldn’t be given anymore and the employees could have more time to care for their families. The period of parental leave could be shortened, too.

As a result of decreasing unemployment the GDP (Gross Domestic Product) will rise – thus macroeconomic welfare supplying the enormous rise in our global population. Advantages in worldwide competition could be gained.

In my opinion an alteration and generalization of working time could have a lot of positive effects on each macroeconomy and thus face today’s troubles of our old globalized world.

Sabrina Paasche, 10c

BLU im Schuljahr 2015/2016

In BLU gab es aufgrund des großen Andrangs erstmals zwei Klassen in der Jahrgangsstufe 7. Vorteil für die Stundenplaner war, dass jeweils nur zwei Klassen miteinander gekoppelt werden mussten (weil es eben zwei BLU-Gruppen gab), Vorteil für die Kinder war, dass die Gruppen mit einmal 19 und einmal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angenehm klein waren.

 

Frau Gräfenstein war mit ihrer 10. Jahrgangsstufe in diesem Jahr besonders prominent unterwegs: Vier Schülerinnen des Adolf-Weber-Gymnasiums (das Team „Revenge“) holten sich den Sieg beim 33. Planspiel Börse und setzten sich dabei gegen rund 1.000 andere Teilnehmer aus München durch. „The revenge“ hatte aus 50.000 Euro Startkapital durch eine kluge Anlagestrategie 59.647 Euro gemacht. Das entspricht einem Gewinn von über 19 Prozent, den die Nachwuchs-Börsianerinnen in neun Wochen vom 7. Oktober bis 16. Dezember 2015 erwirtschafteten.

 

(Friedrich Barnikel)

BLU im Schuljahr 2014/2015

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BLU im Schuljahr 2013/2014

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BLU im Schuljahr 2012/2013

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Bilinguales W-Seminar "Monitoring Earth from Space"

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Herr Barnikel
Frau Gräfenstein