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Fachbetreuer: Herr Dr. Barnikel

Lehrer: Herr Begerow, Herr Götz, Frau Kaplaner, Frau Muschler, Herr Niggl, Frau von Reinersdorff, Frau Seroczynska, Herr Wittmann (ohne Bild: Herr Bethcke)

Geographie - Ein vielfältiges Fach!

Geographie ist in sich bereits als multidisziplinäres Fach angelegt. (Beinahe) Nichts zwischen Himmel und Erde ist ohne Verbindung zu geographischen Inhalten. Viel Spaß auf unserer Seite des Faches Geographie auf der AWG-Homepage!

Der Münchner Umweltpreis 2019 geht an … das AWG!

Was haben die Hofpfisterei, das Tollwood-Team und das AWG gemeinsam? Alle sind Preisträger des prestigeträchtigen Münchner Umweltpreises! Dieses Jahr gewann unsere Schule mit dem Projektüberblick „Klima retten – Vor unserer Haustür“ den „Sonderpreis Klimaschutz“, der mit € 5000 für weitere Umweltprojekte an unserer Schule dotiert ist. Im prächtigen Ambiente des Botanikums in München-Moosach überreichten der Zweite Bürgermeister Manuel Pretzl und die Umweltreferentin Stephanie Jacobs der Delegation unserer Schule die Statuette und eine große Urkunde. Gewürdigt wird, so zitiert die Rathausumschau die Laudatio, dass „Bildung für Nachhaltige Entwicklung als Grundhaltung gelebt und im Rahmen vieler verschiedener Projekte zu Klima- und Umweltschutz mit großem Engagement umgesetzt [wird].“ Mit großem Interesse folgte das Auditorium unseren kurzen Ausführungen zu den AWG-Bienen, zum Schulgarten, den vielen tausenden Bäumen, die im Rahmen unseres letzten Erasmus-Projektes gepflanzt wurden, unserer Teilnahme am Energiesparprojekt der Landeshauptstadt München, den Nachhaltigkeitsworkshops und einigen weiteren Aktionen an unserer Schule. Das Foto (Referat für Gesundheit und Umwelt) zeigt eine nach dem Nominierungs-Marathon erschöpfte und glückliche AWG-Delegation.

Link: ru.muenchen.de/2019/125/Muenchner-Umweltpreis-2019-Zwei-Preistraeger-gekuert-85703

Zweiter Platz beim Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung

In München sind zahlreiche drängende Themen bei der Stadtentwicklung aufgelaufen, die es umgehend zu klären und zu lösen gilt. Schülerinnen und Schüler der beiden P-Seminare „Erasmus+“ des aktuellen Abiturjahrgangs haben sich zwei Jahre lang intensiv mit Forderungen an die Stadtmütter und -väter auseinandergesetzt, dabei aber durchaus mutig auch konkrete Vorschläge erarbeitet. Diese Vorschläge waren vor einem Jahr bei einem Verkehrsworkshop im Rathaus den Stadtplanern und bei einem persönlichen Termin auch dem Oberbürgermeister Dieter Reiter unterbreitet worden. Zusammen mit weiteren möglichen Maßnahmen ergaben sie den diesjährigen Beitrag des AWG zum Stadtentwicklungswettbewerb zweier Referate (Bildung und Sport sowie Stadtplanung und Bauordnung), der aus zwölf Einreichungen den zweiten Platz belegte.

Link: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/PlanTreff/Schulwettbewerb/2018-19.html

Das AWG als gutes Beispiel – Vortrag auf dem Pangeo-Kongress in Wien

Verschiedene Best practice-Beispiele unserer bisherigen Comenius- und Erasmus+ Projekte wurden am 24.09.2018 einer internationalen Zuhörerschaft an der Universität Wien vorgestellt. Der Vortrag erfolgte im Rahmen der Lehrer-Session des diesjährigen Pangeo-Kongresses. Die Pangeo findet alle zwei Jahre als Leistungsschau der geowissenschaftlichen Forschung und ihrer Anwendung statt. Unser Beitrag findet sich publiziert unter folgendem Kurzlink: t1p.de/ozjh (bar)

CEO am AWG

Thomas Loster, der Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung, war am Mittwoch, den 12.09.18 zu Gast an unserer Schule. Er hielt vor der gesamten Q12 einen spannenden und aufrüttelnden Vortrag zum Thema „Klimawandel und Resilienz“ im Rahmen unseres internationalen Erasmus+ - Projektes „Living in a smart environment 2030 – Chances and Challenges“.

Von der Wüste in den Regenwald!

Die Klasse 8b wandert durch die Tropen

Der Besuch des Botanischen Gartens in Nymphenburg stellte für die 28 Schülerinnen und Schüler der 8b den Abschluss der Unterrichtssequenz „Klimazone Tropen“ dar. Ausführlich  begutachtete man zuerst die Pflanzen der trockenen Gebiete in den äußeren Tropen mit ihren raffinierten Anpassungsstrategien zur Speicherung von Wasser.

Ganz anders dann die Vegetation der inneren Tropen: Hier sind nicht Wasser oder Wärme Mangelfaktoren, sondern das Licht. Dementsprechend haben sich die Pflanzen darauf eingestellt. Entweder wachsen sie sehr schnell (der Bambus bis zu 30cm täglich) oder sie nutzen als sog. Aufsitzerpflanzen andere Bäume, um an Höhe zu gewinnen. Auch die fast brutal anmutende Strategie der Würgefeige konnten die Schülerinnen und Schüler verfolgen: Der Wirtsbaum wird, nachdem er der Würgefeige zu mehr Licht verholfen hat, richtiggehend abgeschnürt.

Frau Dr. Kurbasik hat die Klasse durch die Gewächshäuser geführt und viele interessante Details zum Besten gegeben. Gottseidank stand das Außenthermometer bei Null Grad, sodass die „tropischen“ Temperaturen in den Glashäusern sehr moderat ausfielen.

(wit)

Die Klasse 8b im Botanischen Garten

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Südhalbkugel - Schmetterlinge haben im Winter ihren Sommer

AWG gewinnt Schulwettbewerb

Das P-Seminar „Stadtplanung“ hat den diesjährigen Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung gewonnen! Unter dem Motto „Vom freien Feld zur digitalen Karte“ wurde ein kompletter neuer Stadtteil für etwa 10 000 Bewohner geplant, zusammen mit Hausentwürfen und Wohnungsgrundrissen, Abenteuerspielplätzen und einer Lederhosenskulptur.

Zum Wettbewerbsplakat

Zwischen Eiszeit und Biergarten - ein P-Seminar ermittelt!

Jedes Kind weiß, dass München nur deshalb da steht, wo es steht, weil hier eine Brücke über die Isar geschlagen worden ist. Etwas mehr Hintergrundwissen braucht man dagegen, um die Verbindung unserer Biergartenkultur mit der rund 20 000 Jahre zurückliegenden Eiszeit herzustellen. Und noch spannender wird es, wenn man wissen will, wie genau der "Kotzhügel des Oktoberfestes" an der Theresienwiese in diese Thematik passen soll. Genau solche Zusammenhänge aufzuspüren, zu erkunden und anderen zugänglich zu machen, das war das Ziel dieses Seminars. Hier ein Ausschnitt der Projektergebnisse in Form eines Podcasts: "Podcast der Gruppe Kings zum Thema `Kotzhügel und Hangkante`.

Seismometer am AWG - Wir haben Erdbeben gemessen!

Am AWG stehen im Innenhof auf eigenem Fundament drei 2Hz-Seismometer, nach Abschluss der Bauarbeiten sollen sie wieder aktiviert werden. Klicken Sie auf die Überschrift!

Geographie im Schuljahr 2019/2020

Wie auch die anderen Fächer des Kanons konnte das Fach Geographie ab dem 16. März kaum mehr regulär unterrichtet werden. Dabei waren die weltweiten, gravierenden Erschütterungen durch die Corona-Pandemie ein Lehrstück für positive wie negative Auswirkungen der Globalisierung schlechthin. Zahlreiche Institutionen visualisierten die Verbreitung des Virus kartographisch und statistisch und schufen geradezu eine Ästhetik des Grauens. Und was lernen wir nun daraus? Ist die Pandemie eine direkte Folge der Globalisierung und sind ihre Reperkussionen in Form von versagenden Gesundheitssystemen, steigenden Arbeitslosenzahlen und drohenden Staatspleiten Auswüchse derselben? Oder ist die weltweite Vernetzung und Verfügbarkeit von Informationen nicht vielmehr der Ausweg aus gerade dieser Situation, weil Warnungen, Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zeitnah vervielfältigt und verkündet werden können und man so dem Schutz des Lebens besser Rechnung tragen kann als beispielsweise noch zur Zeit der vielzitierten „Spanischen“ Grippe vor rund 100 Jahren?

Ein möglicher Wiederaufbau Europas nach der Pandemie sieht vielfach die verstärkte Berücksichtigung klima- und umweltfreundlicher Technologien als wünschenswert an. Zumal, man muss es in aller Brutalität sagen, nach der Pandemie gleichzeitig vor der (nächsten) Pandemie ist. Zu sehr werden Lebensräume von Tieren und Pflanzen gefährdet, verkleinert, zerstört. Zu rasch folgt Änderung auf Neuerung auf Einfluss. Die menschlichen Gesellschaften werden „Alltag“ neu denken müssen. Und der Geographieunterricht bietet hierfür die Diskussionsgrundlage. Leider im ablaufenden Jahr zum letzten Mal für die Jahrgangsstufe 8. Denn das Kultusministerium hat in seiner grenzenlosen Weisheit für das neunjährige Gymnasium den Anteil von Geographie an der Stundentafel gekürzt… Ich glaube, ich brauch‘ ein Sabbatjahr.

Geographie im Schuljahr 2018/2019

Zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt, so teilte die UN-Welternährungsorganisation (FAO) in Rom kürzlich mit, wird die weltweite Ernte von Getreide nicht ausreichen, um den Bedarf der Menschen zu decken. Im Agrarjahr 2018/19 werden etwa 30 Millionen Tonnen mehr verbraucht, als geerntet werden, so die jüngste Prognose. Ursache hierfür sind Dürreperioden, wie sie auch Deutschland aktuell für das laufende Jahr wieder befürchtet werden. Mit dem Klimawandel hat das natürlich rein gar nichts zu tun, wie auch…

Die schweren Überschwemmungen zum Beispiel in Mosambik, Kälteeinbrüche in den USA oder Wirbelstürme auf den Philippinen, was auch immer, Erfindungen der Chinesen, Messfehler, statistische Tricksereien, ganz bestimmt. Wie gut, dass das in Bayern anders ist. Da beschäftigt sich das Fach Geographie nämlich mit diesen Dingen, da werden Kinder und Jugendliche aufgeklärt, bekommen ein Grundwissen an die Hand, mit dem sie kontrovers und intensiv diskutieren können. Und natürlich kann man zu „Fridays for Future“ auch eine kritische Haltung einnehmen, die jungen Menschen zeigen aber zweifelsfrei (und das nicht nur während der Schulzeit), dass es vielen von ihnen ernst ist mit einem Wandel, der das Verhältnis von Gesellschaft und Natur neu definieren muss.

Das Bayerische Staatsministerium für Kultus unterstützt den Geographieunterricht im neuen Lehrplan mit zusätzlichen Unterrichtsstunden, damit die vielen komplexen und drängenden geowissenschaftlichen Inhalte in angemessener Tiefe an unseren Schulen vermittelt werden können. Naja, in den letzten Satz hat sich ein gravierender Fehler eingeschlichen. Wer ihn findet, darf ihn behalten. Mit betrübten Grüßen aus dem AWG: Der Fachbetreuer Geographie.

Geographie im Schuljahr 2017/2018

Die Stundentafel des künftigen neunjährigen Gymnasiums sieht nach den bislang vorliegenden Plänen eine prozentuale Verschlechterung der Ausstattung für das Fach Geographie vor. Zwar sollen (nach vorläufig endgültiger Planung…) die Geographen keine zeitlichen Einbußen hinnehmen müssen, wie auch bisher soll das Fach zweistündig in vier Jahrgangsstufen der Unter- und Mittelstufe angeboten werden, jedoch bringt die Erweiterung um ein Schuljahr keine damit einhergehende Erweiterung für das Fach selbst mit sich. Vulgo: Geographie schrumpft. Naturgemäß ist sich jede Fachschaft selbst die nächste und Lehrkräfte aller Couleur wünschen eine Aufwertung ihrer eigenen Fächer durch erweiterte Stundentafeln. Allerdings ist gerade im Fach Geographie die mit der Nichtberücksichtigung für die neue Oberstufe einhergehende Geringschätzung angesichts der zahlreichen drängenden globalen Fragestellungen kaum nachvollziehbar. Ganz gleich ob man über Geovisualisierung und Raumdaten diskutiert, ob der Klimawandel beleuchtet wird oder das dräuende Problem globaler Trinkwasserversorgung, Gründe und Auslöser für Migration oder die allgegenwärtige Verschmutzung der Meere durch Plastik bis hin in beide Polarregionen, das Fach Geographie würde die Themen an vorderster Stelle zu behandeln wissen. Eine entsprechende Petition der Fachbetreuer Geographie an den Städtischen Gymnasien an die Adresse von Kultusministerium und Institut für Schulqualität und Bildungsforschung blieb bislang unbeantwortet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bundesweit werden an Schulen und ihre Lehrkörper jedoch Beruhigungspillen verteilt: Die Digitalisierung kommt mit Siebenmeilenschritten auf die Klassenzimmer zu. Ungeachtet der eindeutigen Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen aus Norddeutschland und den Benelux-Staaten zu Lernfortschritten von Laptopklassen (die ja in der Tat Lernrückschritte sind, so die Erhebungen) muss ganz Deutschland schulisch digitalisiert werden. Ganz Deutschland? An unserer Schule bedeutet das erst einmal, dass im Zuge der Renovierung des Fachsaales Geographie die Computerdatendose, welche den PC mit dem zwingend zur Anmeldung benötigten Pädagogischen Netz verbindet, von ihren Pflichten im wahrsten Sinne des Wortes „entbunden“ wurde, man also seit über einem Jahr im Geo-Fachsaal nur analog arbeiten kann. Schöne Neue Welt. Nur gut, dass man als Geograph die Flucht nach vorne antreten kann, also in den Realraum, unsere Umwelt. Die intensive Auseinandersetzung mit Raumorientierung durch zwei P-Seminare des verflossenen Abiturjahrgangs hat als Projektergebnisse mehrere „Earthcaches“ hinterlassen, also spezielle Geocaches mit geologischen Fragestellungen, die mithilfe von Koordinaten, Satellitenverbindung und geowissenschaftlichem Fachwissen zu bewältigen sind. So wird nicht nur Wissen befördert, es findet auch eine Auseinandersetzung mit dem Lernstoff mit Kopf, Herz und Hand statt, in bester pädagogischer Tradition. Davon konnten sich Kolleginnen und Kollegen bei einer Fortbildung vom Pädagogischen Institut selbst diesen Sommer überzeugen, „all in“, wie das beigefügte Foto beweist. Letztlich bleibt also alles beim Alten. Wer sich als Lehrkraft engagiert, fährt reiche Ernte ein, wer auf Hilfe von außen hofft, bleibt enttäuscht.

Geographie im Schuljahr 2016/2017

Große Ereignisse werfen große Schatten voraus, die multiple Einführung mehrerer neuer gymnasialer Formate (LehrplanPlus, G8Plus, G9minus, whatever) hält uns Lehrkräfte trefflich auf Trab. Für das Fach Geographie hat das verschiedene Auswirkungen. Zum einen ist nun ab Jahrgangsstufe 5 mehr „Selbst-Tun“ im Lehrplan verankert, sicherlich ein Gewinn für den Unterricht, da Versuche und Experimente dem Tatendrang der jüngsten Gymnasiasten sehr entgegen kommen. Handlungsorientiert war unser Unterricht entsprechend den Maximen des Faches ja schon generell. Des weiteren aber stellt sich die Frage, ob im neuen G9 (oder wie auch immer es genannt werden wird) die neu einzuziehende Jahrgangsstufe wieder zwei Stunden Geographie erhalten kann. Angesichts zahlreicher globaler Themen wie Welthandel, Klimawandel usw. kann und mag man sich nichts anderes vorstellen. Wie es aber letztlich kommt wird das große Haus der Rätsel in der Salvatorstraße in gewohnter Klarsichtigkeit ex cathedra zu entscheiden wissen. Hoffen wir auf die Anwesenheit von Alois Hingerl bei diesem Prozess… Und zu guter Letzt hat die Fachschaft erneut Zuwachs bekommen. Herr Thomas Götz wird uns ab dem kommenden Schuljahr unterrichtlich unterstützen. Dass Herr Götz im Nebenberuf auch noch Schulleiter unserer Schule ist, stört hier nicht weiter. Auf gute Zusammenarbeit!

Geographie im Schuljahr 2015/2016

Mit Frau Reinersdorff als erfahrenem „Neuzugang“ ist unser Team Geographie mit nun fünf Lehrkräften wieder solider aufgestellt als in manch vergangenem Jahr. Besser ausgestattet sind auch die Lehrsäle, der Fachsaal Geo in Raum 103 hat endlich auch eine Dokumentenkamera bekommen und unser künftiger Sammlungsleiter Herr Wittmann hat bereits hinter den Kulissen in bewährt zupackender Manier die Weichen für eine zukunftsfähige Fachsammlung gestellt. Das Schuljahr 2015/2016 hat ein Novum für die Fachschaften Geo und BLU mit sich gebracht, nämlich die wundersame Verdopplung zweier Kurse. In Geo werden im Qualifikationsjahrgang 2015/2017 nämlich gleich zwei P-Seminar „Raumorientierung und Geocachen“ angeboten. Die insgesamt 30 Kandidatinnen und Kandidaten erstellen neue „Earth Caches“ für den Raum München, also Geocaches, bei denen man keine Dose finden muss, sondern Orte, die von besonderem geologischen Interesse sind und bei deren Besuch man einige Fragen beantworten muss. Möglichst viele dieser Earth Caches hoffen wir ins offizielle Spiel bei geocaching.com einbringen zu können, damit der Spaß am Spiel künftig noch mehr einhergeht mit geologischen Lerninhalten, schließlich lernen wir ja fürs Leben und nicht für die Schule… In BLU gab es aufgrund des großen Andrangs erstmals zwei Klassen in der Jahrgangsstufe 7. Vorteil für die Stundenplaner war, dass jeweils nur zwei Klassen miteinander gekoppelt werden mussten (weil es eben zwei BLU-Gruppen gab), Vorteil für die Kinder war, dass die Gruppen mit einmal 19 und einmal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angenehm klein waren. Frau Gräfenstein war mit ihrer 10. Jahrgangsstufe in diesem Jahr besonders prominent unterwegs: Vier Schülerinnen des Adolf-Weber-Gymnasiums (das Team „Revenge“) holten sich den Sieg beim 33. Planspiel Börse und setzten sich dabei gegen rund 1.000 andere Teilnehmer aus München durch. „The revenge“ hatte aus 50.000 Euro Startkapital durch eine kluge Anlagestrategie 59.647 Euro gemacht. Das entspricht einem Gewinn von über 19 Prozent, den die Nachwuchs-Börsianerinnen in neun Wochen vom 7. Oktober bis 16. Dezember 2015 erwirtschafteten.

Geographie im Schuljahr 2014/2015

Zu Beginn des Schuljahres konnten wir unsere neue Kollegin Evelyn Muschler herzlich in unserem kleinen Kreis willkommen heißen. Frau Muschler hat sich gleich in der 11. Jahrgangsstufe engagiert in den Oberstufenunterricht geworfen und wird im kommenden Schuljahr auch ihr erstes P-Seminar zu Raumorientierung und Geocachen anbieten. Mit bewährt kritischem Blick widmet sich das aktuelle P-Seminar von Herrn Wittmann den Spuren der Eiszeit in unserer schönen Stadt. Kulturhistorische Zusammenhänge werden hier mit naturgeschichtlichen Zeugen verschnitten. Würden die Oktoberfestbesucher zum Beispiel wissen, dass ihr geliebter „Kotzhügel“ an der Bavaria als Terrassenstufe eines der wenigen gut sichtbaren Relikte aus dem Pleistozän ist, würden sie sich ganz bestimmt besser benehmen… Als Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen wird das P-Seminar im kommenden Schuljahr eine Radiosendung veröffentlichen. Nachdem in den vergangenen Jahren stets einige Schülerinnen und Schüler aus der vormaligen 10E (in deren Stundentafel Geo als Fach gar nicht vorgesehen ist) für die Qualifikationsphase das Fach Geographie gewählt haben, wurde in diesem Jahr zum ersten Mal auch für Mitglieder jener Klasse ein wenigstens einstündiger Geographieunterricht als „Intensivierungsstunde“ angeboten. Sieben tapfere Schneiderlein haben sich jede Woche Freitag in der 7. Stunde im Geo-Fachsaal eingefunden um einen Crash-Kurs in geographischer Arbeitsweise zu erhalten und damit einen besonders schönen Einstieg in ihr Wochenende zu bekommen... Das schriftliche Geographie-Abitur haben im laufenden Schuljahr lediglich zwei Kandidaten unserer Schule abgelegt (ins Kolloquium gingen 15 Kandidaten). Die dort gestellten dezidiert kompetenzorientierten Aufgaben sorgten im Kollegenkreis (auch über die Bauzäune unserer Schule hinaus) durchaus für Verwunderung. Sollte sich das großräumige Verzichten auf geographisches Lern-Wissen in Zukunft als offizielle Linie des Kultusministeriums herausstellen, so steht zu befürchten, dass das Fach und seine Inhalte einer gewissen Beliebigkeit anheim fallen. Stichpunktartige Bearbeitungen der Abituraufgaben durch Schülerinnen und Schüler unserer 8. Jahrgangsstufe haben zum Teil derart gute Ergebnisse hervorgebracht, dass möglicherweise auch manche unserer Achtklässler das Abitur in Geographie bestanden hätten, eine letztlich bedauerliche Entwicklung unseres bayerischen Abiturs hin zu mehr Unschärfe und Substanzverlust… Mittlerweile gibt es genügend geo-wissenschaftliche Untersuchungen, die im Kontext der Digitalisierung unserer Gesellschaft den Verlust grundlegender Fertigkeiten feststellen mussten (Orientierung im Raum, Zuweisung von Nationen und Topographie, multikausale Analyse komplexer Sachverhalte etc.). Es darf füglich bezweifelt werden, ob die Versteifung auf den Kompetenzgedanken, von dem andere Bundesländer (die diesbezüglich ihre Lehrpläne schon vor Jahren abgeändert hatten) inzwischen bereits wieder abrücken, Fach und Schulart wirklich dienen werden.

Stundentafel

Jahrgangsstufe         
Wochenstunden
52
6/
72
82
9/
102